association [belle vie] http://associationbellevie.blogsport.de Wed, 12 Oct 2016 20:34:22 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en N E W T I M E S: http://associationbellevie.blogsport.de/2016/10/12/n-e-w-t-i-m-e-s/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/10/12/n-e-w-t-i-m-e-s/#comments Wed, 12 Oct 2016 20:34:22 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/10/12/n-e-w-t-i-m-e-s/ ES IST ALLES GANZ ANDERS

Wir heißen jetzt Belle Vie – Antideutsche Gruppe Hannover. Besucht unsere neue Seite: BELLEVIEHANNOVER.ORG.

Diese Seite wird zur Dokumentation erst einmal stehen bleiben.

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Nachtmann-Veranstaltung fällt aus http://associationbellevie.blogsport.de/2016/07/14/nachtmann-veranstaltung-faellt-aus/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/07/14/nachtmann-veranstaltung-faellt-aus/#comments Thu, 14 Jul 2016 12:11:22 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/07/14/nachtmann-veranstaltung-faellt-aus/ UPDATE: Clemens Nachtmann musste leider aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen, die Veranstaltung fällt daher aus. Wir werden uns um einen zeitnahen Ersatztermin kümmern und wünschen unserem Referenten gute Besserung!

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Von „Antirassist*innen“ und der Kritik http://associationbellevie.blogsport.de/2016/07/10/von-antirassistinnen-und-der-kritik/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/07/10/von-antirassistinnen-und-der-kritik/#comments Sun, 10 Jul 2016 16:01:47 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/07/10/von-antirassistinnen-und-der-kritik/ In 4 Tagen beginnt nun unsere Veranstaltung mit Clemens Nachtmann zu Antirassismus. Dass diese Veranstaltung nötiger denn je ist, zeigen die Ereignisse der letzten Wochen in Hannover. Neben den genannten Beispielen im Ankündigungstext wurden auf dem Auftaktkonzert des festival contre le racisme Flyer verteilt, die von cultural appropriation faselten und das Tragen von kulturfremden Accessoires, Frisuren und Klamotten als rassistisch verurteilten.
Anderthalb Wochen vor dem Beginn unser Veranstaltung toppte aber der Elchkeller diese Ereignisse. Uns wurde in einer Mail mitgeteilt, dass die Veranstaltung leider doch nicht in den Räumen stattfinden darf. Grund dafür: sie verstehen sich als „Antirassist*innen“ und wir würden die, die sich „gegen Rassismus engagieren zu einer homogenen Masse […] konstruieren und in eine Reihe mit Merkel und Co. […] stellen“.
Ein einfacher Google-Suchauftrag mit den Stichworten „Clemens“ und „Nachtmann“ hätte ausgereicht, um sich mit unser geplanten und bereits festzugesagten Veranstaltung rechtzeitig auseinanderzusetzen.
Nach dieser antirassistischen Ideologie also werden Nestbeschmutzer kurzfristig aus den Räumen geschmissen, anstatt sich eine Sekunde damit zu beschäftigen, die Rede vom Rassismus auf den Begriff zu bringen.

Die Veranstaltung findet nun in der Uni Hannover, Schlosswender Str. 1, Gebäude 1211, Raum 105 statt.

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NEUER ORT: Ideologie in Schwarz-Weiß. Zur Kritik des Antirassismus http://associationbellevie.blogsport.de/2016/06/12/ideologie-in-schwarz-weiss-zur-kritik-des-antirassismus/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/06/12/ideologie-in-schwarz-weiss-zur-kritik-des-antirassismus/#comments Sun, 12 Jun 2016 19:58:45 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/06/12/ideologie-in-schwarz-weiss-zur-kritik-des-antirassismus/ Vortrag und Diskussion mit Clemens Nachtmann.

Dass auch in Hannover der linke Kulturalismus sein Unwesen treibt, zeigte sich zuletzt bei der Veranstaltung „Der Reichtum der Fremden“: hier sollten als antirassistisches Spektakel Flüchtlinge zu Trägern von fremdartiger, aber anziehender Kultur verklärt werden. Da möchte auch das Alternative Vorlesungsverzeichnis nicht abseits stehen und glänzt in diesem Jahr mit einer Veranstaltung, die sich innerhalb der Ungeisteswissenschaft bzw. des Theorie-Absurdums „Critical Whiteness“ verortet. Aber das ist natürlich kein Lokalphänomen und auch nicht nur auf die Akademie beschränkt, denn der Antirassismus, früher ein Steckenpferd linker und universitärer Kleingruppen, ist längst deutsche Staatsraison geworden: moralische Empörung gegen vermeintliche Rassisten und die Solidarisierung mit Flüchtlingen gehören zum guten Ton der Berliner Republik. Die dieser Haltung zugrundeliegende Vorstellung von „Rassismus“ hat aber mit Einsicht in geschweige denn Analyse von Fremdenhass rein gar nichts zu tun: „Rassismus“ ist vielmehr ein ideologisches Stichwort eines antirassistischen Rackets, das jeglichen Realitätsbezugs entbehrt, das seine Mitglieder vielmehr nur als Ausweis von Gesinnungsfestigkeit und Ehrbarkeit vor sich hertragen und das ihnen als probates Mittel dient, um nach Willkür und freiem Ermessen festzulegen, wer gerade als „Rassist“ zu gelten hat. „Antirassismus“ ist die Ideologie der feinen Gesellschaft, die mit dem politischen Islam kollaboriert und schon deswegen eine flexibel einsetzbare Feinderklärung gegen jene benötigt, die diese Kollaboration beim Namen nennen. Auf Grundlage seines 2009 erschienenen Aufsatzes „Rasse und Individuum“ wird sich Clemens Nachtmann mit dem Antirassismus der Anständigen beschäftigen und dabei aufzeigen, daß die Grundannahmen des Rassismus gerade bei dessen erklärten Gegnern fortleben.

Clemens Nachtmann (*1965) ist Komponist, Autor (u.a. für die Bahamas) und hält seit Jahren Vorträge zu politischen Themen.

NEUER ORT: Donnerstag, 14. Juli 2016 um 19 Uhr in der Uni Hannover, Schlosswender Str. 1, Gebäude 1211, Raum 105.

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Straight to Hell! http://associationbellevie.blogsport.de/2016/05/03/straight-to-hell/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/05/03/straight-to-hell/#comments Tue, 03 May 2016 13:43:00 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/05/03/straight-to-hell/ Wir unterstützen folgenden Aufruf:

Weg mit den braunen Zonen! Weg mit der AfD!

Demonstration an Himmelfahrt (Donnerstag, 5. Mai), 15:00 Uhr in Bornhagen/Thüringen.

Bornhagen ist ein Nest im Thüringischen Eichsfeld. Dort wohnt nicht nur der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, die wohl unangenehmste Gestalt der an unangenehmen Gestalten nicht gerade armen Führungsriege der Partei. Bornhagen steht vielmehr pars pro toto für die Dutzenden Käffer, in denen die Alternative Futterneid, Enthemmung und Wutbürgertum heißt. Vermiesen wir dem Thüringer AfD-Häuptling und seinem Wahlvolk durch unsere bloße Anwesenheit ihr Himmelfahrtsvergnügen und sagen: Go straight to Hell!

Spätestens seit den letzten Landtagswahlen sind sich alle einig. Selbst diejenigen, die angesichts von Pegida, der Nazi-Riots von Freital oder Heidenau noch von einem ostzonalen Problem sprachen, glauben seit dem Einmarsch der AfD in die Landtage von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt zu wissen: Der wutbürgerliche Anti-Establishment-Gestus, der seinen organisatorischen Ausdruck in der Truppe um Frauke Petry, Alexander Gauland und Björn Höcke gefunden haben, ist ein gesamtdeutsches Phänomen.

In der Tat zeigen die Wahlergebnisse von bis zu 15 Prozent im Westen, dass die AfD auch dort über eine große Anhängerschaft verfügt. Dennoch basiert die Rede von einem gesamtdeutschen Phänomen oder, direkt damit verbunden, einem flächendeckenden rassistischen Normalzustand vielfach auf einem interessierten Missverständnis. Vor allem den Vertretern des etablierten ostdeutschen Politbetriebes – von den ehemaligen Blockflöten bis zur Linkspartei – ist daran gelegen, die Amokläufe der Landeskinder/Ost zu verharmlosen, indem sie diese mit den Vorgängen jenseits der ehemaligen Zonengrenze aufwiegen.

Die Ossis des Westens

In letzter Konsequenz ist die Rede von den gesamtdeutschen Phänomenen AfD ein Angriff auf die Unterscheidungsfähigkeit, die zu den zentralen Voraussetzungen von Erkenntnis und Kritik gehört. Allen Angleichungen zum Trotz gibt es im Hinblick auf die Alternative für Deutschland nämlich ein dreifaches Gefälle: Die Partei ist eher – und darauf liegt die Betonung – ein Ost- als ein Westphänomen, sie findet ihre Wähler eher im ländlichen und mittelstädtischen Raum als in den Ballungszentren und sie ist eher in abgewirtschafteten als in boomenden Regionen erfolgreich.

Der Aufstieg der AfD im Westen geht nicht zuletzt darauf zurück, dass als Folge von Deindustrialisierung, dem Ende des Wohlfahrtsstaates, Arbeitslosigkeit und Prekarisierung auch dort in einigen Regionen ein Sozialtypus entstanden ist, dessen Vertreter wissenschaftlich exakt als Gefühlszonis bezeichnet werden können. Seiner Herausbildung kam eine Veränderung der öffentlichen Meinung entgegen: Gilt der qualifizierte Ausländer inzwischen als Bereicherung der Gesellschaft, sorgen die Angewohnheiten und Verhaltensweisen der vielbeschworenen Modernisierungsverlierer überall für Spott. Das ist nicht nur ein Signal an die bereits Abgehängten, sondern auch an den traditionellen, vom Abstieg bedrohten Mittelstand, der aufgrund fehlender Fremdsprachenkenntnisse und Computerskills befürchten muss auf der Strecke zu bleiben. Wie ihre Gesinnungsgenossen im Osten sehnen sich die Zornis des Westens nach dem traditionellen Volksstaat zurück, der vor den Anforderungen des internationalen Marktes beschützt und zumindest teilweise von der Sorge um den Verkauf der Ware Arbeitskraft befreit. Sie kämpfen gegen die drohende oder bereits stattgefundene Deklassierung und für eine staatliche Sozialpolitik, bei der wieder der Geburtsort darüber entscheidet, wer bei der Verteilung der Staatskohle bevorzugt wird.

Das ist auch der Dreh- und Angelpunkt ihrer regelmäßigen Bezüge auf die Nation. Die emotionale Bindung ans Vaterland ist weniger über die Nationalhymne vermittelt, die auch der herkömmliche AfDler kaum noch kennt, als über die alte D-Mark. Sie ist zum Symbol dessen geworden, was sich längst ins Zentrum des Nationalbewusstseins geschoben hat: das Sozialsystem (Krankenversicherung, Rentensystem, Arbeitslosengeld usw.), das inzwischen ebenso zur Disposition steht wie vor einigen Jahren die alte Währung. Das aufgedrehte Deutschland-Gedudel der AfD heißt weniger, dass man fürs Vaterland endlich wieder in den Schützengraben kriechen will, sondern dass sich Abstammung wieder lohnen soll.

Modell Islam

Dass sich diese Sehnsucht regelmäßig in Warnungen vor einer Islamisierung ausdrückt, mag zunächst willkürlich erscheinen. Und tatsächlich waren die einschlägigen Anti-Islam-Parolen von AfD und Co. stets auch Chiffren für ordinäre Ausländerfeindlichkeit. Das gilt nicht zuletzt für das seit Jahren von Parteienforschern beschworene „rechtsextreme Wählerpotential“, das die AfD überall abgreifen konnte. Trotzdem ist es kein Zufall, dass der Islam zum Symbol für die Krise des Etatismus wurde. Denn im Zuge der Umgestaltung des Wohlfahrtsstaates wurden zahlreiche Behördenaufgaben an gesellschaftliche und private Initiativen delegiert. So erhielt etwa die Familie als Betriebs- und Bedarfsgemeinschaft neue Bedeutung. Insbesondere in den Regionen, die der AfD und ihrer inoffiziellen Vorfeldorganisation Pegida als Vorhöfe zur Hölle gelten, in Kreuzberg, im Ruhrpott usw., gewannen auf den Feldern, die der Staat bei seinem Rückzug aufgab, islamische Institutionen und Communities an Boden. Der Islam stellt die praktischen Mittel und das ideologische Rüstzeug bereit, um das Elend zu verwalten, für die sich der Staat nicht mehr verantwortlich fühlt. Krankenversicherung, Arbeitslosenunterstützung, Altersvorsorge? Das alles hat die Sippe zu gewähren. Religiöse Vorschriften, patriarchale Strukturen und Zwangsbindungen verbürgen die Haftung der einzelnen Mitglieder füreinander, Familiengerichte und Brüderverbände übernehmen den Job von Justiz und Polizei. Auch wenn hierzulande gezögert wird, islamischen Gangs auch offiziell staatliche Aufgaben zu übertragen, zeichnet sich ab, was z.B. in britischen Großstädten längst klare Konturen gewonnen hat: Um Kosten bei Integration und Verwaltung zu sparen, nimmt der Staat die integrierende Kraft islamischer Institutionen in Beschlag. So vollzog sich der Aufstieg des Islams zur Ideologie der Entrechteten europaweit nicht nur parallel zum Niedergang des Sozialstaates, sondern zwischen beiden Entwicklungen besteht ein unmittelbarer Zusammenhang.

Der Otto-Normal-AfDler ist so stark auf den Islam fixiert, weil er für ihn Wunsch- und Angstbild in einem ist. Er sehnt sich auf der einen Seite nach dem Aufgehen des Einzelnen in der Gemeinschaft, dem Bedeutungszuwachs der Familie, traditionellen Rollenbildern und der Erlaubnis zum Losschlagen. Die Feindschaft gegen die Anhänger des Propheten geht in AfD-Kreisen insofern oft auf Neid zurück – die Umma ist die ersehnte Volksgemeinschaft. Auf der anderen Seite wird der Rückzug des traditionellen Wohlfahrtsstaates, der den Aufstieg des Islams zur Instanz großstädtischer Elendsverwaltung beförderte, hingegen befürchtet: Die islamischen Communities erinnern den bedrängten Mittelstand und die bereits Abgehängten auch an ihr eigenes Schicksal.

Besonderheit West

Neben den tatsächlichen oder halluzinierten Weltmarktverlierern spricht die Partei im Westen jedoch noch eine weitere Klientel an. Wenn es die dortigen Gefühlszonis nicht gäbe, könnte man den Eindruck gewinnen, dass unter dem Namen AfD in den alten und in den neuen Bundesländern zwei verschiedene Vereine auftreten, die um zwei unterschiedliche Wählergruppen werben. Denn trotz des Rückzugs von Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel aus der Partei ist der wirtschaftsliberale Flügel im Westen noch stark vertreten. Mehr noch: Seine Vertreter scheinen dort die Alphahähne innerhalb der AfD zu sein.

Die wirtschaftsliberale Fraktion spricht ein Publikum an, das es in der Zone kaum gibt: die traditionellen Wohlstandschauvinisten. Aus diesem Grund ging die AfD in Ost und West auch mit unterschiedlichen, teils gegenläufigen Parolen auf Wählersuche. So dürften die Forderungen nach der Abschaffung des gesetzlichen Mindestlohnes und der Senkung des Hartz-IV-Satzes, mit dem die Partei im Westen hausieren ging, beim AfD-Volk/Ost auf Ablehnung stoßen. Im weniger proletarischen Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz dürften sie der Partei dagegen einige Stimmen eingebracht haben. Das traditionelle, in beiden Ländern stark vertretene Mini- und Kleinunternehmertum ist von Saisonarbeitern, billigen Zulieferern usw. abhängig. Bei ihm hat sich der Traum vom starken Staat, der seine Interessen wahrt, vielfach mit dem Wunsch verbunden, nicht von den Ansprüchen des Prekariats belästigt zu werden. Kurz: Sieht man von Neonazis und anderen klinischen Fällen, den Chem-Trail-Spezialisten, Spiritisten und weiteren Irren, ab, die sich von der AfD dies- und jenseits der Zonengrenze angesprochen fühlen, dann herrscht unter ihren Wählern im Osten die Sehnsucht nach einer Art – im Wortsinn – nationalem Sozialismus vor, der sein Vorbild in einer autoritäreren Version der sozialdemokratischen Rundumfürsorge der Ära Schmidt hat. Für ihre westlichen Wähler gibt die Partei dagegen eine Reinkarnation des Nationalliberalismus der Bismarck-Ära.

Epizentrum Ost

Weil es diesen Sozialtypus im Osten kaum gibt, die Zahl der tatsächlichen oder halluzinierten Weltmarktverlierer dort wesentlich größer ist und die Linkspartei mit ihrer Propaganda für einen autoritären Sozialismus und ihrem „Belogen-und-Betrogen“-Gejammer den Boden für die AfD bereitet hat, befindet sich die größte Fanbase der Partei auch weiterhin dort. So wurden die Wahlergebnisse, die die AfD in den alten Bundesländern erzielen konnte, in Sachsen-Anhalt noch einmal um mindestens zehn Prozent übertroffen. Umfragen bestätigen diesen Trend: Auch die Bewohner der anderen Zonenländer würden ihre Westverwandtschaft deutlich übertrumpfen, wenn man in den nächsten Wochen Demokratieoffensive spielen und sie an die Wahlurnen lassen würde.

Dieser Unterschied wird noch offenkundiger, wenn man das unterschiedliche Klima betrachtet, in dem die AfD in Ost und West agiert. Die Rede ist von den Handfestigkeiten, mit denen Nazis und andere Wutbürger in den letzten Monaten gegen Ausländer vorgegangen sind: Brandanschläge, deren Täter heimlich und nachts kommen, gibt es auch im Westen. Ansonsten kommt der Protest gegen Asylbewerberheime dort in der Regel jedoch zivilgesellschaftlich mit Bürgerinitiative und Unterschriftensammlung daher. Die Volksaufläufe, Krawalle und Blockadeaktionen sind hingegen fast ausschließlich ostzonale Phänomene. Setzt man die Bevölkerungszahl, den Anteil von Ausländern und die Zahl von Übergriffen zueinander ins Verhältnis, dann gilt zudem immer noch: Für einen Syrer ist es mindestens siebenmal gefährlicher, eine Diskothek in Guben als eine in Gießen zu besuchen.

Warum Bornhagen?

Es würde sich also eigentlich überall in der Ostzone – und in einigen Regionen des Westens dazu – anbieten, gegen die AfD zu demonstrieren. Dass wir uns dennoch für Bornhagen im thüringischen Eichsfeld entschieden haben, hat zwei Gründe: Zum einen lebt jemand in dem 300-Seelen-Kaff, der zu den wohl unangenehmsten Gestalten der Partei gehört: der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke, der erst vor einigen Monaten mit der Rede von einem „afrikanischen Ausbreitungstyp“ für Aufmerksamkeit sorgte. Zum anderen haben wir uns für Bornhagen entschieden, weil es gute Gründe dafür gibt, dass sich der im Westen aufgewachsene Höcke dort so wohl fühlen kann, dass er aus Hessen, wo er im Schuldienst tätig war, dorthin übersiedeln konnte: Der Ort ist so etwas wie das idealtypische AfD-Nest: Es liegt eher im Osten als im Westen, ist eher Dorf als Großstadt und eher abgehängt als prosperierend. Wohl auch deshalb erreichte die Partei dort schon zu einem Zeitpunkt, als sie noch in den Kinderschuhen steckte, erstaunliche Wahlergebnisse. Bei den letzten Thüringer Landtagswahlen im September 2014, also noch vor der Flüchtlingskrise, erzielte die AfD in Bornhagen mit 36,5 Prozent ihr absolutes Rekordergebnis.

Seit Höckes Zuzug und dem Aufstieg der AfD haben im Eichsfeld zudem militante Nazis, zu denen Höcke eine eher kreative Abgrenzungspolitik pflegt, an Stärke gewonnen. Für die wenigen Andersdenkenden der Region, mit denen wir uns ausdrücklich solidarisieren, ist es in diesem nie sehr wirtlichen Landstrich damit noch schwerer geworden. Es gibt insofern genügend Gründe, um in Bornhagen zu protestieren. Umso verwunderlicher ist es, dass bisher noch niemand auf die Idee gekommen ist, Höcke in seinem Heimatort auf den Zahn zu fühlen. Das ist auch der Grund für unsere Demonstration: Weil es sonst keiner tut, haben wir uns entschlossen, unsere Elfenbeintürme und Hartz-IV-finanzierten Großstadtvillen ausnahmsweise einmal zu verlassen, nach Bornhagen zu fahren und dem Björn zu zeigen, was eine Höcke ist. Vermiesen wir den AfD-Dörflern genau den Tag, an dem sie mal wieder so ausgelassen sein wollen wie sonst wohl nur dann, wenn jemand als Sau durch den Ort getrieben wird. Vermiesen wir ihnen durch unsere bloße Anwesenheit Christi Himmelfahrt!

straighttohellbornhagen.wordpress.com

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Die Volkspartei des gesunden Menschenverstands http://associationbellevie.blogsport.de/2016/04/11/die-volkspartei-des-gesunden-menschenverstands/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/04/11/die-volkspartei-des-gesunden-menschenverstands/#comments Mon, 11 Apr 2016 07:40:31 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/04/11/die-volkspartei-des-gesunden-menschenverstands/ Header AfD

Vortrag und Diskussion mit David Schneider.

Vom Herkommen der Flüchtlinge profitieren nicht nur notstandsverliebte Helferdeutsche, Sicherheitsdienste oder das niedrigschwellige Hotelgewerbe, sondern auch die neue deutsche Problempartei, die AfD. Während die Reaktion des politischen Personals der Berliner Republik noch zwischen Maßregelung und Beschimpfung schwankt, verlangt das ganz helle Deutschland „Notstandsgesetze gegen den Mob“ (Mely Kiyak). Die vollends Verzweifelten hören schon Hitlerstimmen, NS-Vergleiche florieren von der Dorfantifa bis zur Comedyshow im TV, wobei nicht auszumachen ist, ob dabei die Absicht, den nationalsozialistischen Vernichtungsantisemitismus zu verharmlosen, oder einfach nur schnöde Ahnungslosigkeit überwiegt. „Das schlimmste Kapitel unserer Geschichte darf sich nicht wiederholen“, warnte Gregor Gysi nach den Kommunalwahlen in Hessen, vergaß aber vor lauter Kummer zu erwähnen, dass die Kriegserklärungen gegen Israel bis dato vornehmlich aus seiner eigenen Partei kommen.

Dabei ist die Empörung der Demokraten ein wenig erstaunlich, denn unter den Parolen der „Volkspartei des gesunden Menschenverstandes“ (Bernd Lucke) findet sich kaum eine, die nicht auch in abgeschwächter Form in den anderen Parteien auftaucht. Genützt hat das kollektive Empören allerdings nichts. Die AfD, die als Partei zur Abschaffung des Euro angetreten ist, inzwischen aber erkannt hat, dass der Schrei nach einem Stopp der Zuwanderung noch besser ankommt als eurokritisches Mosern, sitzt seit dem 13. März 2016 in drei weiteren Landtagen. In Sachsen-Anhalt wurde sie mit über 24 Prozent sogar zweitstärkste Kraft.

Entscheidend für den Erfolg der AfD ist aber nicht der Volks- und Vaterlandskitsch, sondern ihr Format. Wer wissen will, was die Partei übers Flüchtlingsthema hinaus so attraktiv macht, braucht nur einen Blick in den hauseigenen Internetfanshop zu werfen. Neben T-Shirts mit der Aufschrift „Mut-Bürger“, mit denen man sich an potentielle Käufer wendet, die nicht nur das Gespür für Peinlichkeit, sondern die Kontrolle über ihr Leben verloren haben müssen, kann man dort ein sechsteiliges Plakatset zum stolzen Volksverarschungspreis von 9,95 Euro erwerben, das die gedruckte Botschaft „Ändern Sie nicht ihre Meinung. Ändern Sie die Politik!“ beinhaltet. Die Aufforderung, die eigene Meinung absolut zu setzen, ist Seelenbalsam für den sich ausbreitenden Typus des enthemmten Subjektivisten. Das nachbürgerliche Subjekt, das es zum rechthaberischen Politisieren treibt, kompensiert seine reale Ohnmacht durch die affektive Besetzung der eigenen Meinung, deren triumphale Inszenierung das Gefühl verschafft, zu denen zu gehören, die wissen, wo es lang geht.

Dass die in der Flüchtlingsdebatte aufgeführten Ängste der chronisch Besorgten oftmals nur ein Vorwand fürs Ausleben futterneidischer Aggression gegen die als Eindringlinge mit grundlegend böser Absicht befehdeten Flüchtlinge ist, heißt unterdessen nicht, dass zur Beunruhigung kein Anlass bestünde. Angesichts der genauso planlosen wie stimmungsabhängigen Integrationspolitik und eines parteiübergreifenden Kulturrelativismus, der sich am drastischsten im moralisch korrupten Rankumpeln an den Islam zeigt, ist nicht auszuschließen, dass von den jährlich Hunderttausenden, die aus islamischen Ländern hierherkommen, etliche als personeller Nachschub für die islamischen Parallelgesellschaften fungieren. Wo die berechtigte Aversion gegen die AfD dazu führt, dass zur weitaus größeren Bedrohung durch den Islam geschwiegen oder antirassistisch rumgeeiert wird, schlägt sie um in offenen Aufklärungsverrat.

David Schneider ist Autor der Berliner Zeitschrift Bahamas.

Freitag, 29. April 2016 um 19 Uhr in der Uni Hannover (Raum wird noch veröffentlicht).

(Gekürzter Text von der AG Antifa Halle, ganzer Text siehe https://www.facebook.com/events/457318027795575/)

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Der Reichtum des Unvermögens http://associationbellevie.blogsport.de/2016/02/12/der-reichtum-des-unvermoegens-2/ http://associationbellevie.blogsport.de/2016/02/12/der-reichtum-des-unvermoegens-2/#comments Fri, 12 Feb 2016 12:00:33 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2016/02/12/der-reichtum-des-unvermoegens-2/ Kommende Woche startet die hannoversche Veranstaltungsreihe „Riot statt Rosen“, die sich mit „feministischen Perspektiven auf Migration und Flucht“1 beschäftigen möchte. Dabei setzt sie sich in ihren Veranstaltungen aber nicht mit dem islamischen Zwangskollektiv auseinander, das gerade Frauen durch barbarischen Krieg, Folter oder den islamischen Normalvollzug dazu zwingen müsste, sich auf die Flucht zu begeben. Jan-Georg Gerber stellte schon 2013 treffend fest, dass sich die Linke „weder für die jeweiligen Fluchtursachen interessiert, noch für die Hoffnungen und Wünsche, mit denen das Subjekt ihrer Begierde in Deutschland ankommt.“2 Mit dem Alltag aus Ehre, Kopftuch und Scharia sind Flüchtlinge dann wieder konfrontiert, wenn in Europa die lokale Parallelgesellschaft auf sie wartet. Das antirassistische Appeasement vor dem Zwangskollektiv, das dieses scheinbar wohlwollend als kulturelle Eigenart begreift, ist ein Fall in den Rücken jener, die sich diesem nicht mehr beugen wollen. Darüber hinaus hilft es bei der Restitution und Zementierung eben jener regressiven Zustände, stellt es doch für geflüchtete Frauen keine Seltenheit dar, in den europäischen Banlieus von Paris bis Neukölln erneut Opfer patriarchal-islamischer Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen zu werden, was bei den hannoverschen Kulturverfechtern aber keine Rolle spielt.

Herausstechend ist die Veranstaltung „Der Reichtum der Fremden“. Dort soll der „offene und verdeckte Rassismus“ dadurch gestoppt werden, dass Flüchtlinge ihre Kultur und ihre Heimat präsentieren, mit der sie das Deutschland der Zukunft bereichern. Wortwörtlich heißt es im Veranstaltungstext: „Schluss mit dem offenen und dem versteckten Rassismus, es geht um ein freies Zusammenleben auf Augenhöhe. Das wollen wir hinkriegen. Und dafür bringen die Schutzsuchenden uns etwas mit, großen Reichtum: ihre Kultur, ihre Musik, ihr Theater, ihre Bilder – und ihre Literatur.“3 Zwar wird der Hintergrund der Flucht angesprochen, als Argument zählt aber letztlich mehr, dass die Geflohenen Träger einer Kultur sind, mit der sie für Vielfalt sorgen, da das Verwertungsargument der bürgerlichen Mitte bei Linken nicht überzeugt. Ohne es zu merken, reproduzieren die antirassistischen Linken das folkloristische Bild des von seiner Kultur determinierten Individuums, dessen “Reichtum” fremdartig aber gleichzeitig anziehend wirkt.

Doch die hannoversche Linke ist nicht allein, wenn es darum geht, sich als alternativer Krisenverwalter zu konstituieren und sich für den “Reichtum der Fremden” zu begeistern. Bei den No-Border-Rhetorikern von …umsGanze! wird vorsorglich schon einmal der baldige Umsturz herbei halluziniert: „Die Mauern der Festung Europa wackeln, helfen wir mit, sie einzureißen.“4 In ihrem allumfassenden Größenwahn kommen ihnen die Flüchtlinge als geeignete Manövriermasse gerade recht, bilden sie doch die Hoffnung auf eine Restaurierung einer althergebrachten Solidargemeinschaft. Dass dies nicht bedeutet, für Individuation, Freiheit und Autonomie der Flüchtlinge einzutreten, sondern für den Gemeinschaftskitsch der nie revolutionsmüden Linken, bedient nur die eigenen, projektiven Sehnsüchte. Jedoch übersieht diese paternalistische Manier, dass ein Großteil derer, die hierherkommen, eher darauf hofft, sich in die Sicherheit der Lohnarbeit zu begeben oder sich Zwangskollektiven zu entziehen, als sich bei der allabendlichen VoKü im lokalen autonomen Wohlfühlzentrum die neusten Ergüsse linker Revolutionsromantiker anzuhören.

Egal ob in Hannovers Linke oder bei den bundesweit organisierten kommunistischen Vereinsmeiern – das Kultur- und Bereicherungsgesülze hebt sich nicht von ganz normalem Kulturrelativismus ab. Die Antirassisten sehen Flüchtlinge als Gattungsexemplare ihrer spezifischen Kulturen, Sitten und Gebräuche, und reduzieren sie dadurch romantisierend auf ihre vermeintlich folkloristischen Eigenarten. Darüber hinaus wird ein „Recht“ auf Kollektivzwang proklamiert und der Islam als sensibles Hätschelkind behandelt, das als zu verteidigendes Kulturgut stilisiert wird. Diejenigen, die sich bei jeder Gelegenheit als Kritiker des rassistischen Konsens hervortun, zeigen dann erstaunlich viel Zurückhaltung, wenn es um eine klare Positionierung gegen Ehrenmorde, Zwangsheirat, Verschleierung, Antisemitismus und Homophobie in islamisch geprägten Milieus geht. Dass in der Veranstaltungsreihe die islamische Ideologie und ihre Apologeten nicht mal eine Nebenrolle spielen, passt da nur allzu gut ins Bild.

Merci, hannoversche Linke.

  1. http://riotstattrosen.blogsport.eu/ [zurück]

  2. http://jungle-world.com/artikel/2013/50/49005.html [zurück]

  3. http://riotstattrosen.blogsport.eu/veranstaltungen/der-reichtum-der-fremden/ [zurück]

  4. http://umsganze.org/solidaritaet-muss-politisch-werden/ [zurück]
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Zum Terror von Paris und radikallinker Projektion http://associationbellevie.blogsport.de/2015/11/15/zum-terror-von-paris-und-radikallinker-projektion/ http://associationbellevie.blogsport.de/2015/11/15/zum-terror-von-paris-und-radikallinker-projektion/#comments Sun, 15 Nov 2015 21:16:27 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2015/11/15/zum-terror-von-paris-und-radikallinker-projektion/ Der Hass auf die Freiheit
„Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“ – Der Wahlspruch der djihadistischen Mörder des Attentats in Madrid verdichtet sich wie kein anderer in den barbarischen Attentaten vom Freitag in Paris. Der IS bekannte sich nur einen Tag später zu der Tat mit 129 Toten und 352 Verletzen. Der Krieg gegen das „kreuzzüglerische“ Frankreich und die Deklaration von Paris als Zentrum der Unzucht und des Lasters entspringt der immanenten Todesapologie des Islamismus. Das Streben nach dem Tod, um im Paradies, al-Djennah, Erfüllung zu finden, wird aufrecht erhalten durch die permanente Triebentsagung und Lustfeindlichkeit als notwendiger Selbstgeißelung. Das Glücksversprechen der Moderne mit all ihren Widersprüchen, ihrer selbstbestimmten Sexualmoral und dem Ideal des freiheitlichen Individualismus war ein bewusst gewähltes Ziel des Islamischen Staats. Diejenigen, die sich am Freitag dem schönen Leben gewidmet haben, ein Konzert besuchten oder sich beim Fußball vergnügen wollten, galten den Djihadisten als wesensfremde Zersetzer.

Wahn und Projektion
Auch das Massaker im Bataclan wurde nicht willkürlich ausgewählt. In der Erklärung des IS wird ein Koranvers zitiert, der sich auf die Vertreibung des jüdischen Stamm der Banū n-Nadīr im Jahre 627 durch Mohammed bezieht. Das Theater veranstaltet regelmäßig proisraelische Veranstaltungen und stand schon längere Zeit im Fadenkreuz der antisemitischen BDS-Kampagne und islamistischer Palästinenser. Die Band Eagles of Death Metal, die am Freitag im Bataclan spielten, weigerte sich dem Druck des BDS-Movements nachzugeben und ließ sich auch nicht daran hindern, ein Konzert in Tel Aviv zu spielen, um ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck zu bringen. Der inhärente Antisemitismus des Massakers blieb von einer Vielzahl deutscher Medien unkommentiert. Damit reiht sich diese Missachtung gekonnt in die Berichterstattung vergangener islamischer Anschläge ein. Weder der antisemtische Kern des Attentats am 7. Januar 2015 in Paris noch der der Attentate vom 11. September waren den meisten deutschen Medien eine Silbe wert. Dabei wurde der koschere Supermarkt bewusst ausgesucht und auch Mohammed Atta betonte, dass New York das „Zentrum des Weltjudentums“ sei und die Mehrzahl der Arbeitenden im World Trade Center Juden wären. Der Antisemitismus als genuin moderne Weltanschauung verinnerlicht Antimodernismus und pathische Projektion. Als Krisenbewältigungsmodell konstituiert er sich durch sein universalistisches Feindbild und macht ihn gerade deshalb so attraktiv für den Islamismus. Das antisemitische Subjekt überträgt seinen Wahn auf ein konkretes Feindbild, welches als Kollektiv bekämpft werden soll. Alle als negativen deklarierten Erscheinungen der Moderne werden im Juden personifiziert, als Bedrohung für die islamische Weltgemeinschaft, die Ummah, wahrgenommen und – wie in Paris – bis zur Eliminierung verfolgt.

Bauchgefühl statt Kritik
Während sich der Großteil der bürgerlichen Gesellschaft in Symbolpolitik, PrayforParis-Hashtags und völkischem Rassismus verliert, reagiert die radikale Linke mit gewohntem Nicht-Verhalten oder ihrem notorischen Bauchgefühl. Auf die Gefahren rassistischer Projektion zu verweisen, vermag in Anbetracht der derzeitigen Ereignisse richtig zu sein. Rassisten instrumentalisieren die Morde für ihre Hetze, setzen alle Flüchtlinge mit Islamisten gleich und durchgeknallte Publizisten wie Matthias Mattussek reiben sich schon zufrieden die Hände.1
Die Ereignisse bleiben auch von …ums Ganze! nicht unkommentiert.Das Bündnis veröffentlichte im Zuge der Attentate ein 225-Wörter-Statement, in dem die Antinationalen kein einziges Wort über den Islamismus, seinen modernen Antimodernismus, dessen Gipfel und notwendige Konsequenz der Krieg gegen alles, was als westlich, individualistisch, freiheitlich erkannt wird, zu verlieren.2 An einer adäquaten Analyse des islamistischen und antisemitischen Terrors fehlt es gänzlich, das Phänomen des Islamismus wird entpolitisiert und als Fundamentalismus unter vielen bagatellisiert und verflacht. Das affekthafte Aneinandergereihe von Phrasen entspringt dem Willen, wenigstens auch noch was zum Thema gesagt zu haben. Dieser Irrsinn wird mit dem Zitat von Georg Seeßlen auf die Spitze getrieben: „[Denn] diese Weltordnung nimmt eine ungeheure Masse Menschen einfach nicht mehr mit. Neben hoffnungslosen Versinken in Drogen, Entertainment, Verblödung und Entkräftung im Überlebenskampf bieten sich nur die beiden Dinge als Identitätsrettung an, die objektiv so überflüssig werden, wie sich so manche Menschen subjektiv fühlen: Nationalismus und religiöser Fundamentalismus. Beides verlangt Menschenopfer, Blutbäder, Terrorakte, das Unbewohnbar-machen immer weiterer Zonen der Welt“ Die Suche nach Gründen solcher Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die mörderischen Taten auf eine Identitätssuche bürgerlicher Subjekte herunterbricht, blendet aus, dass diese Attentate von ihrem Selbstzweck leben. Sie sind Ausdruck der Feindschaft gegenüber dem Leben, die dem Islamismus innewohnt. Die Opferung des Lebens, ideologisch die Ebnung des Weges ins Paradies, kann keine Suche nach Identität sein, ist doch ein toter Körper genau sein Gegenteil.

Dem Islamismus und seinem innewohnenden barbarischen Potential gilt es entgegenzutreten, um den Rückfall hinter die Errungenschaften der bürgerlichen Gesellschaft zu verhindern. Unsere Gedanken sind bei den Opfern von Paris, Beirut und Bagdad. Unsere Solidarität gilt auch denjenigen, die vor dem Terror des Islamismus und der Unterwerfung durch die Ummah flüchten und der Hoffnung auf ein besseres Leben treu bleiben.

Pour la vie! Pour la liberté!

  1. https://www.facebook.com/matthias.matussek/posts/10201010868671527 [zurück]
  2. https://www.facebook.com/umsganze/photos/a.154477004637221.39352.142183269199928/914791321939115/?type=3 [zurück]
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Audiomitschnitt Vortrag Antiamerikanismus http://associationbellevie.blogsport.de/2015/10/21/audiomitschnitt-vortrag-antiamerikanismus/ http://associationbellevie.blogsport.de/2015/10/21/audiomitschnitt-vortrag-antiamerikanismus/#comments Wed, 21 Oct 2015 20:20:59 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2015/10/21/audiomitschnitt-vortrag-antiamerikanismus/

Der Audiomitschnitt des Vortrages „Antiamerikanismus – die ganz große Koalition. Aspekte eines Ressentiment, das niemand wahr haben will.“ mit Tobias Jaecker vom 18.08.2015 ist nun online:

https://soundcloud.com/association-belle-vie/antiamerikanismus-grundlegender-vortrag-mit-tobias-jaecker-18082015

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Savoir Vivre – Veranstaltungen http://associationbellevie.blogsport.de/2015/10/14/savoir-vivre-veranstaltungen/ http://associationbellevie.blogsport.de/2015/10/14/savoir-vivre-veranstaltungen/#comments Wed, 14 Oct 2015 20:13:30 +0000 Administrator Allgemein http://associationbellevie.blogsport.de/2015/10/14/savoir-vivre-veranstaltungen/ Nun sind alle Veranstaltungen unserer aktuellen Veranstaltungsreihe „Savoir Vivre – Kritische Perspektiven auf Selbstoptimierung und Lustfeindlichkeit“ online. Hier ein Überblick:

4. November: Kasteie deinen Leib! Selbstoptimierung im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts. Vortrag und Diskussion mit Jörn Schulz, Uni Hannover, Schlosswender Str. 1 (Gebäude 1211, Raum 105)

6. November: Vom Glück des Mitmachens – Über den Siegeszug der Positiven Psychologie. Vortrag und Diskussion mit Knut Germar, Uni Hannover, Schlosswender Str. 1 (Gebäude 1211, Raum 307)

12. November: Auf dem Weg zum Masterbrain? Zur Ökonomie des Drogenkonsums. Vortrag und Diskussion mit Robert Feustel, Uni Hannover, Schlosswender Str. 1 (Gebäude 1211, Raum 105)


17. November: Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral. Filmvorführung, Uni Hannover, Schlosswender Str. 1 (Gebäude 1211, Raum 105)

savoir vivre

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