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Deutschland, du bist besonders

Dieser Text erschien in der Bündniszeitung gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober 2014 in Hannover.

Zur Kritik deutscher Spezifika

In diesem Text soll es um Nationalismus gehen. Aber nicht um irgendeinen Nationalismus, sondern um den deutschen. Denn Nationalismen sind nicht alle gleich. Gemeinsamkeit ist, dass alle Nationalismen sich auf ein vorgestelltes Kollektiv beziehen, das irgendwie zusammengehöre. „Die Menschen gehören zusammen, weil sie nun mal Deutsche sind.“ Allerdings ist diese Gemeinschaft eine Zwangsgemeinschaft, weil ihre Mitglieder bei ihrer Geburt willkürlich dem Staat und der Nation zugeordnet werden. Die Zwänge und Pflichten, die das mit sich bringt und auch der konkrete Nationalstaat sind real. Sie existieren und wirken sich tagtäglich auf die Menschen aus, die das jeweilige Staatsgebiet bewohnen. Was jedoch nicht real ist, ist die Vorstellung der Nationalisten, alle Menschen in der Nation würden das Beste füreinander wollen. Die Nation ist eben keine „große Familie“, sondern der Zwangszusammenschluss der konkurrierenden Einzelpersonen. Das Gebilde der Nation soll über den Umstand der ständigen Konkurrenz hinwegtäuschen. Zur weiterführenden Kritik am Nationalismus sollten die anderen Artikel dieser Zeitung herangezogen werden.
Trotz der genannten Gemeinsamkeiten unterscheiden sich die verschiedenen nationalistischen Ideologien in ihren Begründungen, Eigenschaften und Folgen. Hier sollen deutsche Besonderheiten – Spezifika – kritisiert werden. Denn zum einen ist der deutsche Nationalismus derjenige, der die Leser_innen dieser Zeitung wahrscheinlich am ehesten betrifft und zum anderen ist damit der Zusammenhang zwischen Judenvernichtung (Shoah) und ihrer Folge, der heutigen Beschaffenheit des deutschen Nationalismus, zu erklären.
Die Geschichte des deutschen Nationalismus beginnt oder endet nicht mit der Shoah, doch sie ist bezeichnend für den Charakter desselben. Als Konsequenz aus dem Nationalsozialismus fand sie während des Zweiten Weltkriegs in den 1940er Jahren statt und erstreckte sich über das gesamte von den Deutschen besetzte Europa. Sie war die massenhafte industrielle Vernichtung von Millionen Juden. Trotz der kurzfristigen ökonomischen Vorteile durch Zwangsarbeit und Enteignung folgte sie letztendlich keiner ökonomischen Rationalität. Die Nachteile des immensen Aufwandes überwogen. Sie war damit ein selbstmörderisches Unternehmen, dessen einziges Ziel die Auslöschung aller Juden und Jüdinnen war. Hinter diesem Ziel standen in erster Linie keine ökonomischen oder machtpolitischen Interessen, sondern das Ideal einer judenfreien Welt. Die wahnhaften Ideologen des Antisemitismus hofften nach der Auslöschung der Juden auf eine bessere und gerechtere Ordnung. Denn die Juden stellen in ihrer Weltanschauung die Schuldigen für alles Übel dar. Der Wunsch nach einer gerechten Welt war für sie der Wunsch nach einem gerechten Rassenkampf, den die Deutschen aufgrund ihrer Überlegenheit gewinnen sollten.
Durch den von Goebbels 1943 ausgerufenen „totalen Krieg“1 zeigte sich die Beteiligung des ganzen deutschen Staatsvolks – mit Ausnahme der wenigen Widerständigen – das auch vorher bereits den Krieg und die Vernichtung mitgetragen hatte, besonders deutlich. Sie waren bewusst beteiligt, ob durch Duldung und Billigung des Zustandes oder durch die Ausführung der Morde.
Dass die Shoah in Deutschland geschah, ist weder dem Zufall noch einer bestimmten biologischen Beschaffenheit der Deutschen zuzuschreiben, sondern ergab sich aus verschiedenen geschichtlichen, polit-ökonomischen und gesellschaftlich besonders deutschen Verhältnissen. Außerdem spielten schlussendlich die persönlichen Entscheidungen der handelnden gleichgeschalteten Einzelpersonen, die in der Volksgemeinschaft aufgingen, eine große Rolle.
Entstehend im 19. Jahrhundert begründete sich der deutsche Nationalismus im Gegensatz zum französischen oder amerikanischen nicht auf die Nation als Kollektiv des „Volkssouveräns“. In dieser Vorstellung gehören die Leute zu einer Nation, weil sie denselben Wohnort haben, gemeinsame Interessen besitzen und sich auf gemeinsame Grundsätze beziehen (wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). Aus diesem Grund würden sie sich in einem Staat organisieren, dessen ideologischer Überbau die Nation dann ist. Auch diese Art von Nation ist nicht zu begrüßen, denn es ist genau die Form, die die heutige Herrschaft institutionalisiert hat und die bürgerliche Ordnung herstellt, in der sich die gemeinsamen Werte wie die der Freiheit immer als kapitalistische Freiheit entpuppt. Diese ist eine doppelte Freiheit, in der man zum einen die Freiheit als Rechtsperson besitzt, aber auch die Freiheit von allen Mitteln der Produktion oder von allen Lebensmitteln.
Doch der deutsche Nationalismus begründete sich eben nicht auf dem „Volkssouverän“, sondern auf die völkische Definition der Nation. Wer „deutsch“ ist, hat deutsches Blut und deutsche Vorfahren. Diese Blut- und Boden-Ideologie ist deshalb besonders brutal, da die Teilnahme an der Nation zum naturgemäßen Zwang wird. Eine Flucht aus der Gemeinschaft oder eine Aufnahme in diese wird deutlich schwerer bis unmöglich.
Die deutsche Nationalstaatsbildung erfolgte auch nicht durch einen bürgerlichen Umsturz der feudalen Verhältnisse, der Grundlage der kapitalistischen Moderne, sondern war eine obrigkeitsgesteuerte Legitimation eines deutschen Großreichs unter preußischer Führung im weiterhin monarchischen System. Die Zusammenfassung der vormaligen starken Einzelinteressen der Kleinstaaten in ein nationales gelang nur durch die besonders aggressive Feindbildkonstruktion gegenüber einem Feind, der nach 1800 aufgrund historischer und geographischer Zusammenhänge Frankreich hieß. Im Laufe der Geschichte wird und wurde dieser Feind umgedeutet und wahlweise vor 1800 Rom zugeschrieben oder mit Beginn des 20. Jahrhunderts allmählich der USA.
Die obrigkeitsgesteuerte nationale Zusammenkunft der Einzelnen führte zu einem deutschen Sonderweg in der Entwicklung in die Moderne. Dabei wurden die als deutsch identifizierten Bewohner innerhalb der deutschen Grenzen zwar zu Bürgern, aber nur auf der wirtschaftlichen Ebene. Politisch waren sie immer noch Untertanen des Kaisers bzw. abhängig von ihrem Landesherren. Neben der stetigen wirtschaftlichen Fortentwicklung blieb der politische Modernisierungsprozess auf der Strecke.
Zu den deutschen Tugenden des Kaiserreichs gehörte neben Pünktlichkeit und Ordentlichkeit auch das besondere Verhältnis zur Arbeit. Sie wurde quasi zum Selbstzweck und zur Lebensaufgabe. Diese Arbeitsmoral ist aber nur die Ideologie, die von den tatsächlichen Vorgängen ablenkt. Der materielle Kern der Lohnarbeit ist derselbe wie in anderen Staaten auch. Nur wer arbeitet, ist nach diesem Denken moralisch in Ordnung. Wer dies nicht tut, verrät die Gemeinschaft und wird ausgeschlossen. Somit geht der Arbeitsbegriff über den wirtschaftlichen Aspekt der Schaffung von Mehrwert hinaus und erhält einen moralisch-autoritären Ausdruck.
In der komplexer und schneller werdenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung, was sich in zahlreichen Umbrüchen in den Familien-, Arbeits- und Herrschaftsstrukturen zeigte, wurde der Jude zur Projektionsfläche für die abstrakten Vorgänge des Kapitalismus, wie beispielsweise der Finanzwelt. So wurden den Juden ein raffendes Verhalten im Gegensatz zur schaffenden Arbeit der deutschen Industrie unterstellt. Diese Interpretation ist schlichtweg falsch, da sie die Zusammenhänge von Real- und Finanzwirtschaft übersieht – die so nicht zu trennen sind – und dadurch die Komplexität der wirtschaftlichen Zusammenhänge im Kapitalismus stark vereinfacht und verfälscht. Denn beide Sektoren haben das Ziel besonders viel Profit zu machen. Weder die Herstellung von Zahnbürsten oder das Bereitstellen von Bankkonten, noch das Bauen von Wohnhäusern haben das Ziel irgendwelchen Menschen zu helfen und ihre Bedürfnisse zu stillen, sondern werden vollbracht um damit Geld zu verdienen.
Trennung und Zuschreibung stehen in der Tradition des religiösen Antijudaismus, fanden aber in der modern verwalteten kapitalistischen Welt erst ihre volle Entfaltung, nach der Losung: „Der Deutsche schafft, der Jude zerstört.“
So wird auch die Lösung aller Probleme nicht in der Überwindung des Gegensatzes zwischen Kapital und Arbeit gesehen, sondern in der Vernichtung der Juden und Jüdinnen sowie der gleichzeitigen Bildung einer deutschen Volksgemeinschaft, in der dieser Gegensatz durch einen Frieden zwischen Arbeitenden und Besitzenden scheinbar gelöst wird. Die Volksgemeinschaft lässt sich weiter als totale Unterwerfung des Individuums und seiner Eigeninteressen unter die des Kollektivs fassen. Die Gesellschaft soll nicht funktionieren, um den freien Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen, sondern der Einzelne soll seine Möglichkeiten in die Interessen der Gemeinschaft stellen und somit ausschließlich für die Volksgemeinschaft existieren.
Die Konsequenz aus diesem Vorlauf ist die bereits oben geschilderte Shoah. Nur durch das alliierte Eingreifen konnte dem Morden ein Ende bereitet werden. Bis zum letzten Moment des Krieges versuchten die Deutschen, möglichst viele Juden umzubringen.
Der Antisemitismus war nach dem Ende des Krieges nicht einfach verschwunden, aber ein Tabu. Deswegen musste er sich wandeln. Offener, unverschlüsselter Antisemitismus war in der Mehrheitsgesellschaft nicht mehr tragbar. Wie im restlichen Europa zeigte er sich dann z.B. in Antizionismus oder Verschwörungstheorien, die als letzte Konsequenz Juden als Schuldige für die Weltmisere ausmachen. So ist der Antizionismus die geografische Ausformung des Antisemitismus, in der der Zionist2 die Rolle des Juden im Antisemitismus übernimmt.
Speziell in Deutschland ist jedoch der Umgang mit der Shoah. Einerseits kehrt sich der sekundäre Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz gegen die Juden. Das heißt: Die Deutschen verzeihen es den Juden nicht, dass sie sich von umbringen ließen und die Deutschen dafür die Schuld auf sich nehmen müssen. Das zeigt sich in Aussprüchen wie „die Juden instrumentalisieren den Holocaust für ihre Zwecke und verdienen damit auch noch Geld“ oder „Was die Juden in Palästina machen, ist genau so schlimm, wie das, was ihnen vor 70 Jahren passiert ist.“
Auf der anderen Seite wird die „Vergangenheitsbewältigung“, das Überwinden des „dunklen Kapitel in der deutschen Geschichte“ zum neuen nationalen Gründungsmythos, sozusagen als Lehrstück, aus dem das deutsche Volk gestärkt hervorgeht. Aus dem Nationalsozialismus wird also nicht abgeleitet, was die Gründe für denselben sind, sondern wie sich die Deutschen daran selbst optimieren können.
Diese „Vergangenheitsbewältigung“ wird weiter zur Berechtigung einer aggressiven verbalen, aber auch praktischen Außenpolitik: Deutschland müsse wegen seiner geschichtlichen Vergangenheit Israel auf die Finger hauen, den Balkan bombardieren oder mehr Verantwortung in der Weltpolitik übernehmen.
Durch den deutschen Nationalismus ziehen sich also Kontinuitäten:
Da wäre zum Einen das deutsche Staatsbürgerrecht, dass nur die Kinder dem deutschen Staat zuordnet, die auch deutsche Eltern haben, unabhängig davon, wie lange diese schon in Deutschland leben. Zum Andern zeigt sich die Kontinuität im deutschen Arbeitsverständnis, in dem Arbeit noch immer eine moralische Pflicht ist. Dieses spiegelt sich z.B. darin wider, dass Arbeitslose trotz Aussichtslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt für 1 Euro die Stunde sinnlose Tätigkeiten verrichten, weil sie damit nach der deutschen Logik nicht dem moralischen Verfall preisgegeben werden. Und letztendlich ist das momentan deutsche ideologische Gerüst auch nicht auf einen Ort festgelegt, wie dem, der sich zurzeit Deutschland nennt, sondern kann sich überall ausbreiten.

  1. Der „totale Krieg“ bezeichnet die Einbindung der gesamten deutschen Zivilbevölkerung in die Kriegshandlung des 2. Weltkriegs. Unter großem Beifall wurde dieser durch Reichspropagandaminister Goebbels im Sportpalast ausgerufen. [zurück]
  2. Der Zionimus enstand als Reaktion auf den europäischen Antisemitismus und ist die Bewegung einen jüdischen Staat im nahen Osten zu gründen, der als Schutzraum für Juden und Jüdinnen fungiert. [zurück]

Redebeitrag gegen die Einheitsfeier in Hannover am 3.10.2014

Hier folgt unser leider nicht abgespielter Redebeitrag zur Demonstration am 3. Oktober gegen den Tag der deutschen Einheit in Hannover:

Heute jährt sich der Tag der Eingliederung der DDR zum 24. Male. Am Maschsee toben sich die Deutschen aus und feiern ganz förmlich diesen Stichtag mit Bratwurst, Bier und Kinderschminken. Es geht um ihr nun wieder großartiges Land, das endlich die dunkle Geschichte überwunden habe. Richtig ist es, zu kritisieren, dass das was gefeiert wird keine große Familie ist, in der jeder für den anderen da ist, sondern ein gewalttätiges Verhältnis aus dem Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang folgen.
Doch uns reicht es nicht eine allgemeine Kritik der Nation und des Staates anlässlich dieser Veranstaltung zu leisten. Wir wollen kritisieren was denn nun gerade Deutschland so schlimm macht. Denn Deutschland ist kein Nationalstaat unter vielen. Als kapitalistischer Nationalstaat hat er zwar viele Gemeinsamkeiten mit anderen Staaten, doch gibt es auch eine Spezifik der deutschen Verhältnisse.

Der deutsche Nationalismus entstand im 19. Jahrhundert und reihte sich in die anderen europäischen Nationalbewegungen ein. Mit dem Aufbrechen der alten Wirtschaftsstrukturen und göttlicher Legitimation von Herrschaft brauchte es eine neue zuverlässige Herrschaftsstruktur. Die Nation wurde geboren. Sie war und ist der Kitt zwischen den Menschen in einem Staat, die jeden Tag aufs neue den wirtschaftlichen Kampf gegeneinander antreten müssen.
Doch der Nationalismus hier konstituierte sich anders als in Frankreich oder England. Während dort die Nation als Staatsbürgernation definiert wird, also als Zusammenschluss von Leuten mit selben Interessen am selben Ort, ist die deutsche Definition eine völkische. Wer zur Nation gehört ist deutsch, hat deutsches Blut, deutsche Vorfahren und kommt von deutschem Boden.

Die deutsche Nation wurde anders als in den Nachbarländern durch die althergebrachten Herrscher gegründet. Die politische Revolution blieb aus: Die Bürger waren wirtschaftlich im Kapitalismus angekommen, konnten aber politisch keinen Einfluss nehmen.
In der nationalen Ideologie wird eine nationale Geschichte erfunden. Die Geschichte der Deutschen beginne schon bei den Germanen und ziehe sich durch bis zur deutschen Reichsgründung. Dabei wehre sich das homogene deutsche Volk immer gegen Eindringlinge und Fremdherrscher. Sei es das römische Reich, die römisch-katholische Kirche oder Frankreich. Alle stünden im Gegensatz zum reinen, naturverbundenen deutschen Volke und verkörpern Dekadenz, Großstadt, Kosmopolitismus, Individualität und Liberalismus.

Neben Tugenden wie Ordentlichkeit und Pünktlichkeit spielt auch das besondere deutsche Arbeitsverständnis eine große Rolle. Arbeit ist hier nicht nur dazu da, den Lebensunterhalt zu verdienen sondern bekommt eine moralische Bestimmung. Sie wird im ideologisch-deutschen Bewusstsein zur Lebensaufgabe und damit zum Selbstzweck. Wer nicht arbeite, verrate das Kollektiv und wird als „Zigeuner“ oder „Asozialer“ verfolgt.
Wir haben nun also verschiedene Merkmale, welche die deutsche Nation auszeichnen, von anderen nationalen Ideologien abgrenzen und den späteren deutschen Antisemitismus eine neue Qualität geben: die völkische Definition der Nation, die obrigkeitsgesteuerte „Revolution“, die Abgrenzung zu den Feinden der Nation und ihren Werten und letztendlich das Verhältnis zur Arbeit.

In der Zeit der entstehenden Nationalstaaten taucht auch ein anderes neues Phänomen auf: Der Antisemitismus. Er lässt sich grundlegend als Judenfeindschaft fassen, die über die bisherige religiöse Ablehnung der Juden hinausgeht. In verschiedenen Spielarten werden die Probleme und Miseren der Menschen auf die Juden projiziert. Anders als im Rassismus jedoch steht der Jude hier gleichzeitig für Übermacht und Minderwertigkeit. Er stehe im Hintergrund und ziehe die Fäden des Weltkapitalismus. Ähnlich wie bei der Ablehnung der Feinde der Deutschen, wird auch den Juden Dekadenz, Geld und Großstadt, sowie Heimat- und Wurzellosigkeit vorgeworfen. Diese Zuschreibungen machen die Juden im Antisemitismus als nationsloses Individuum zur gewissenlosen, sich an Anderen bereichernden Anti-Nation.

In Deutschland fande der Antisemitismus einen besonderen Nährboden: Die Kombination aus völkischem Rassismus, der die Juden als naturgegebene Gruppe mit unverrückbaren Eigenschaften setzt, den gleichen Feindbildern der deutschen Nation und des Antisemitismus und das Verhältnis zur Arbeit. Dieses stellt die Deutschen in ihrer Selbstdarstellung moralisch höher. Der Jude arbeite nicht, er bereichere sich an der Arbeit Anderer, der ehrlichen schaffenden Arbeiter also der deutschen Nation. Schuld an Vereinsamung, Verelendung, Verknechtung und Verlassenheit sind hier nicht die abstrakten Verhältnisse, sondern die konkrete Personengruppe der Juden. Die Auflösung dieser Probleme wird hier auch nicht im Umwerfen eben dieser Verhältnisse gesehen, sondern in der Vernichtung der Juden und Jüdinnen, der Shoah. Diese folgte in ihrer letzten Konsequenz keiner ökonomischen oder militärischen Vernunft, sondern dem bloßen Ziel möglichst viele Juden zu vernichten. Währenddessen bildeten die Deutschen eine Volksgemeinschaft, in der das Individuum vollkommen aufging und nur noch für das Vorankommen der Nation existierte. Der geschlossene Burgfrieden zwischen Arbeitenden und Besitzenden wirkt als Sozialpartnerschaft bis heute nach.

Nach 1945 wandelte der Antisemitismus sein Äußeres. Nun ist es nicht mehr möglich, sich offen gegen die Juden auszusprechen und ihre Vernichtung zu fordern. Er zeigt sich, wie im restlichen Europa auch, entweder als geographische Ausformung des Antisemitismus, dem Antizionismus, also der Feindschaft zum neugegründeten jüdischen Staat Israel, welches der prekäre Versuch der jüdischen Selbstverteidigung und Konsequenz aus Auschwitz ist, oder als Verschwörungstheorie, bei der das Wort Jude durch beliebige Symbole, wie Bänker, Ostküste oder sonstige imaginierte Führungseliten ausgetauscht wird. Speziell in Deutschland ist jedoch der Umgang mit der Shoah. Der sekundäre Antisemitismus kehrt sich nicht trotz Nationalsozialismus und Judenvernichtung gegen die Juden, sondern genau deswegen. Die Deutschen können es den Juden nicht verzeihen, dass sie sich von ihnen umbringen ließen und so den Ruf Deutschlands in den Dreck zogen.
Doch trotzdem schaffte die nationale Geschichtsschreibung auch dieses Schandmal ins Positive zu verklären: Der Nationalsozialismus wurde in dieser zum Lehrstück für das deutsche Volk, aus dem es moralisch gestärkt hervor gehe. Diese Vergangenheitsbewältigung wird zur Legitimation für eine aggressivere Außenpolitik: Deutschland müsse wegen seiner Geschichte den Israelis auf die Finger hauen, den Balkan bombardieren und mehr Verantwortung in der Weltpolitik übernehmen.
Mit dem Zusammenbruch des Realsozialismus und der Übernahme der DDR durch die BRD wird auch ein neuer nationaler Mythos erzählt: die friedliche Revolution. Nach ihr seien die Bürger der DDR einzig und allein für ihre Freiheit auf die Straße gegangen und hätten so den Sturz des SED-Regimes herbeigeführt. Folgen des Zusammenschluss und nachfolgenden nationalen Taumels sind die Pogrome in den 90ern in denen der deutsche Mob Asylbewerberheime anzündete. Auch Opfermythen und Schuldabwehr gehören weiter zum deutschen Ton. Die Sozialpartnerschaft und der Arbeitsethos sind weiterhin aktuell.

Die Kontinuitäten des deutschen Nationalismus ziehen sich also durch die Geschichte hindurch. Auch heute wird nicht nur Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang gefeiert, sondern auch die deutsche Geschichte. Arbeitsethos, Volksgemeinschaft und Antisemitismus sind Elemente, die sich im Nationalbewusstsein halten. Sie erfordern eine spezifische Kritik an Deutschland.

Kampf den deutschen Verhältnissen! Nie wieder Deutschland! Für den Kommunismus!

Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang

Die Mobilisierung gegen die Einheitsfeierlichkeiten Anfang Oktober in Hannover beginnt, neben der Homepage ist auch der Kurzaufruf veröffentlicht:

Gegen die Einheitsfeier 2014 in Hannover

Am dritten Oktober diesen Jahres ist Hannover Gastgeber des Spektakels rund um die Einheitsfeierlichkeiten. Gefeiert wird an diesem Datum ganz unspektakulär der Stichtag der formellen Übernahme der DDR durch die BRD. In Hannover wird sich der Deutsche Staat anlässlich dieses Tages in Szene setzen und seine Politik würdigen lassen, ohne die nationalistisch aufgelade feucht-fröhliche Stimmung der Fußballfanmeilen. So oder so – kein Grund zum Feiern. Denn diese Ordnung, die mit der Politik des deutschen Staates gesichert wird, bedeutet immer auch: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang.

Logo gegen die Einheitsfeierlichkeiten 2014

Armut
Alles, was diese Gesellschaft bietet und produziert, ist für uns nur gegen Geld zu haben. Dafür, dass das so bleibt sorgt der deutsche Staat. Das Eigentum an Häusern, Fabriken und Rohstoffen bleibt exklusiv wenigen vorbehalten und wird nach ökonomischem Interesse verwaltet. Um möglichst gute Bedingungen für die eigene nationale Ökonomie zu schaffen versucht Deutschland als Verwalter neben einer guten Infrastruktur auch für billige Arbeitskräfte zu sorgen. Dies sichert der Staat durch niedrige Sozialleistungen, geringen Kündigungsschutz und Schikanen auf dem Amt. Er sorgt auch durch seine Polizei und Justiz dafür, dass wir uns nicht einfach nehmen können, was wir zum Leben brauchen. Und so müssen wir uns auch noch zum schlechtesten Lohn verkaufen um uns das Leben leisten zu können.

Ausgrenzung
Für die Menschen, die in ihren Heimatländern nicht einmal das können und deshalb versuchen hier her auszuwandern, endet die Flucht oft bereits an den europäischen Außengrenzen. Obwohl immer wieder Flüchtende bei dem Versuch die hermetisch abgedichtete Festung Europa zu erreichen, sterben, stimmen die überzeugten Nationalisten*innen dieser brutalen Politik noch zu. Für sie sind Flüchtende nichts anderes als potentielle Kostenfaktoren für “ihre” Nation, denn ‘die’ gehören qua Natur nicht zum eigenen nationalen Kollektiv. Konsequenterweise sollen daher auch die Menschen, die es hier her geschafft haben und nicht abgeschoben werden können oder sollen, stets ihre Leistungsbereitschaft unter Beweis stellen und sich gefälligst integrieren. Ausländer bleiben sie trotzdem und vor rassistischen Übergriffen schützt sie auch der deutsche Pass nicht.

Leistungszwang
Das alltägliche Hauen und Stechen in dieser Gesellschaft sorgt nicht gerade für eine solidarische Grundstimmung unter den Menschen. Obwohl wir schon nicht selber darüber entscheiden können wie und was produziert wird, müssen wir uns jetzt auch noch um mehr oder weniger schlecht bezahlten Arbeitsplätze streiten. Immer in Abhängigkeit des Gewinninteresses eines Arbeitgebers opfern viele ihre Freizeit und Kreativität in unbezahlten Praktika und Leiharbeitsjobs, schleppen sich krank zur Arbeitsstelle, oder gehen noch unter Hartz IV Niveau arbeiten, in der Hoffnung auf eine halbwegs gesicherte Existenz.

Damit diese Zustände ertragbar werden, wird sich eine solidarische Gemeinschaft im nationalen Kollektiv einfach herbei imaginiert. So kann man sich noch unter den beschissensten Umständen mit Stolz für Staat und Kapital krumbuckeln.

Während am dritten Oktober auch die Leute sein werden, die sich mit dem Vorankommen der Nation und allem was dazu aus ihrer Sicht notwendig ist identifizieren, werden auch wir da sein. Denn die Feier der Nation ist ein Angriff auf das schöne Leben und ein Hohn gegenüber der Gesellschaft, wie wir sie uns vorstellen: Wir wollen eine Gesellschaft die die Produktion, das Wohnen, die Bildung nicht nach kapitalistischen Interessen, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen organisiert. Für eine Zukunft ohne Nationalismus und Nation gehen wir am 3. Oktober auf die Straße.

Denn was ihr feiert ist: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang!

association [belle vie]
Fast Forward Hannover
FAU Hannover
Kritik im Handgemenge
LUH Contra

Der ehrbare Antisemit

Sie nennen ihn ehrbar, sie schützen ihn. Als Jakob Augstein, seines Zeichens Spiegel Online-Schreiberling und Der Freitag-Eigentümer, für seine antisemitischen Ausfälle auf Platz 9 der „Top 10 der antisemitischen Verunglimpfungen“ des Simon-Wiesenthal-Centers landete, war die Empörung in Deutschland groß – die Medienlandschaft stellte sich schützend vor den Verunglimpften. Das ist nichts Neues für Deutschland. Augstein bediente in seiner Kolumne „Im Zweifel links“ beliebte antiisraelische und dabei antisemitische Muster und Topoi.
Ehrbarer Antisemit
So setzte er beispielsweise wiederholt den Nationalsozialismus mit Israel und dem Palästinenserkonflikt gleich und vermutete eine übermächtige israelische Lobby hinter der Politik. Damit ist er zurecht auf der Liste des Wiesenthal-Centers gelandet. Für einen Deutschen aber, der sich empört gegen die Umstände in Israel wehrt und gegen die Übermacht der Juden, der lässt sich sicher nicht von einer jüdischen Menschenrechtsorganisation vorschreiben, wer Antisemit ist und wer nicht, das will er selbst entscheiden.
Und dieses deutsche Publikum in seiner bürgerlichsten Erscheinungsform tritt als Befürworter Augsteins auf. Es gibt sich links, empfindet diffusen Zorn auf „die da oben“, die die Fäden ziehen und denkt, mit der Abschaffung des Geldes und der Banken könne es mit der Welt nur noch aufwärts gehen. Und natürlich hat dieses Publikum kein Problem mit dem antisemitischen Background, für sie ist Augstein ein Tabubrecher, einer, der sagt, „was gesagt werden muss“, obwohl es jeder sagt und es keine Tabus mehr gibt. Außerdem zählt die sogenannte „Israelkritik“ zur Lieblingsdisziplin dieser linksdeutschen Reaktionäre, die natürlich niemals antisemitisch sei. Und mit diesem Publikum im Rücken kommt Augstein zu der Überzeugung, Demokratie und Kapitalismus sei ein Widerspruch, der „Finanzkapitalismus“ sei abzuschaffen, die raffgierigen Banker seien die Ursache für die erheblichen ökonomischen Probleme in der Welt.
Damit gibt er sich wieder seinen antisemitischen Wahnvorstellungen hin, diesmal in Form eines strukturellen Antisemitismus. Durch seine Verbalradikalität und seine einfachen Gedankengänge ist er beliebt, seinen Wahn teilen viele. Viele, die vor der komplexen postindustrialisierten Welt stehen und nichts mehr verstehen. Die eine Projektionsfläche für die Krisen und Katastrophen dieser Welt brauchen. Das sind dann die Juden oder die Zionisten, die Banker oder die Spekulanten. Damit kann dann das Abstrakte personifiziert werden.
Diesen Wahn gilt es zu bekämpfen, ihm keine Bühne zu bieten, mit Ratio und Verstand entgegenzuhalten. Und im Zweifel mit der bewaffneten Schutzmacht der Juden zu stehen, für eine Welt ohne Antisemitismus.
Jakob Augstein und seinen Anhängern eine Absage erteilen!

Am 27. Januar 2014 ab 19 Uhr im 14. Stock des Conti-Hochhauses am Königsworther Platz.
Die Aktionen gegen die Lesung von Jakob Augstein veranstalten wir zusammen mit dem Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Hier der offizielle Blog: www.imzweifelantisemit.tk

ÜBRIGENS: Wir haben jetzt eine Facebook-Seite. Bitte alle auf „gefällt mir“ klicken!

REAL FREEDOM

Zum Widerspruch von Freiheit und Nation

Am 29.11.2013 wird die Band Frei.Wild wieder einmal in Hannover ein Konzert geben. Dieses Mal wird es im Capitol stattfinden. Die Deutschrocker aus Südtirol, Italien, betonen mit ihrem Namen ihren Anspruch, „frei“ und „wild“ zu sein. Laut Eigenaussage des Frontmanns Philipp Burgers fand die Gruppe die „Adjektive ‚Frei‘ und eben auch ‚Wild‘ geil […] und auch typisch für jugendliche Einstellungen“1.
Frei.Wild machen eintönigen Deutschrock in Tradition zu Bands wie den Böhsen Onkelz. Simple Liedstrukturen und einfache Texte begeistern hauptsächlich männliche Jugendliche, die sich im biergetränkten, schweißgebadeten Sog des kollektiven Gruppenwahns und nationalen Zusammengehörigkeitsgefühl wohl fühlen.

Scheiß Frei.Wild

Trotz (oder vielleicht: wegen) des offensichtlichen völkischem Nationalismus, der sich in Zeilen wie „Wir haben immer gesagt, dass wir das Land hier von Herzen lieben.“2 oder „Kurz gesagt, ich dulde keine Kritik an diesem heiligen Land, das unsre Heimat ist.“3 äußert und der sogar in Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus umschlägt, wie in solchen Textstellen: „Sie richten über Menschen, ganze Völker sollen sich hassen, nur um Geschichte, die noch Kohle bringt, ja nicht ruhen zu lassen.“4, schafft es Frei.Wild, sich eine große Fanbasis zu erspielen und tritt in großen Hallen im deutschsprachigen Raum auf. Außerdem erinnern ihre Aussagen über die sogenannten „Gutmenschen“ und das Gerede von einer gleichgeschalteten Presse an rechte Verschwörungstheorien.
Auch der von Frei.Wild geäußerte Anspruch, „unpolitisch“ zu sein, ist eine hohle Farce. Denn der propagierte Nationalismus ist selbstverständlich hochpolitisch, genau so wie ihre Aussagen zu Überfremdung oder Ähnlichem.
Doch die Band wehrt sich gegen alle ihnen gemachte Vorwürfe, rechts zu sein und tut ihre Heimatliebe als selbstverständlich ab. Als Verweis auf ihr Engagement gegen rechts wird neben Merchandiseartikeln mit dem Aufdruck „Frei.Wild-Fans gegen jeden Extremismus“ und „Nazis Raus!“-Rufen während der Konzerte der „positive Patriotismus“ reingewaschen und in einen demokratischen Kontext gehoben. Dabei lässt Frei.Wild aber auch nicht aus, gegen Linke und „Linksextremisten“ zu hetzen, die ähnlich schlimm seien wie sogenannte „Rechtsextremisten“, was blanker Hohn ist angesichts zum Beispiel der Nazimordserie des NSU.
Frei.Wild und ihre Fans merken bei ihrer Trunkenheit von Heimat und ihrem nationalen Taumeln nicht, dass sie sich allein schon mit der positiven Bezugnahme auf das Konstrukt „Nation“ jeglichem Freiheitsanspruch entziehen. Nationalismus ist immer ausschließend. Er braucht neben den Mitgliedern der Gemeinschaft auch Nichtmitglieder, diese werden ausgeschlossen, denn Gruppen konstituieren sich am besten durch gemeinsame Feinde. So steht dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft stets die Überwindung des Nationalismus zuvor. Frei.Wild mögen frei in ihrer Größe des Unsinns sein, den sie ablassen, aber wirkliche Freiheit wird nicht propagiert. Das nationale Konstrukt und die Volksgemeinschaft, in die sich selbige einordnen möchten, ist ein Macht- und Herrschaftsinstrument, welches im Gegensatz zum Konzept der Freiheit steht. Das nationale Kollektiv unterdrückt das Individuum, schaltet es mit seinen persönlichen Bedürfnissen und Eigenschaften gleich und reduziert es auf seine völkisch definierte Zugehörigkeit zur Nation.
Erschreckend ist es nicht nur, dass Frei.Wild einen so hohen gesellschaftlichen Rückhalt genießen und selbst in städtischen großen Hallen spielen können, sondern, dass Frei.Wild es jetzt auch ins Capitol Hannover geschafft haben. Das ist insofern ein Angriff auf alternatives und linkes Leben, als dass das Capitol mit seiner geographischen Lage im Stadtteil Linden, als auch mit den bisherigen aufgetretenen Künstlern immer noch, trotz seines kommerziellen Charakters, einen kulturellen Schwerpunkt in Hannover setzt. Es ist also auch ein Angriff auf das plurale und weltoffene Linden und auf alternative Quartiere allgemein.
Die Rechtfertigung, die Capitol-Geschäftsführer Lohmann gegenüber der HAZ äußerte, er habe von Stadt, Polizei und Verfassungsschutz erfahren „dass dort nichts Unrechtes zu befürchten sei. Wenn wir ein anderes Gefühl hätten, würden wir unsere Räumlichkeiten nicht vermieten.“5 ist bezeichnend für das Herunterspielen des Problems. Die Aussage, „dort geschehe nichts Unrechtes“, ist im wörtlichen Sinne richtig. Frei.Wilds Nationalismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus sind natürlich rechts. Aber wenn man die Aussage auf ihren Kontext herunterbricht, dem Maßstab der bürgerlichen Rechtsprechung, mag das richtig sein, aber keine Ausrede dafür, Nationalismus eine Bühne zu bieten. Auch wenn Frei.Wild keine Straftaten begehen werden, ist dieser Auftritt grundsätzlich abzulehnen, abzusagen, zu verhindern.

Für wirkliche Freiheit – pour la belle vie! Für etwas Besseres als die Nation.
Das Frei.Wild Konzert absagen! Frei.Wild das Geweih brechen.

association [belle vie] hannover, November 2013.

  1. http://​www.​punkrocknews.​de/​interviews/​9/​frei-wild/​, 29.​10.​2013 [zurück]
  2. Frei.​Wild – Das Land der Voll­idio­ten (Hart am Wind, 2009) [zurück]
  3. Frei.​Wild – Süd­ti­rol (Hart am Wind, 2009) [zurück]
  4. Frei.​Wild – Gu­te­men­schen und Mo­ralapos­tel (Fein­de dei­ner Fein­de, 2012) [zurück]
  5. http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/West/Frei.Wild-Konzert-in-Hannover-geraet-in-die-Kritik, 29.10.2013 [zurück]