Irgendjemand muss doch schuld sein? – über das Verhältnis von Antisemitismus und Kapitalismus

Am 01. Dezember veranstalten wir zusammen mit der Haskala-SB-Stelle des AStA der Uni Hannover eine Einführungsveranstaltung zu Antisemitismus und Kapitalismus. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Raum V110, Schneiderberg 50.

Dieser Einführungsvortrag soll die grundlegenden Elemente des Antisemitismus begrifflich greifbar machen und den modernen Antisemitismus in seiner gesellschaftlichen Genese erklären.
Heutiger Antisemitismus ist, im Gegensatz zum vormodernen und traditionalem Antijudaismus, eine Weltanschauung, die den Anspruch besitzt die Welt verstehen und erklären zu können. Juden werden im Antisemitismus spezifische Eigenschaften zugeschrieben, die sie allein aufgrund ihres Jüdischseins besitzen würden. Demzufolge würden sie allerhand Böses im Schilde führen: von der Verantwortung für den „jüdischen Bolschewismus“ bis hin zum Kapitalismus oder der vermeintlichen „Versklavung der freien Völker“ ist so gut wie alles mit dabei. Doch was hat es mit der Diabolisierung von Juden auf sich? Warum werden Juden mit Geld, Zins, Kapital oder dem Kapitalismus an sich in Verbindung gebracht und dafür verantwortlich gemacht?
Anhand der Marx’schen Begriffe des Fetisch, der Ware, des Werts und der „abstrakten Arbeit“ soll erklärt werden, warum Antisemiten so seltsam ticken und was das alles mit den kapitalistischen Verhältnissen zu tun hat, in denen wir leben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Haskala-SB-Stelle des AStA der Uni Hannover statt.

Mit zwei Vertreter*innen der Gruppe the future is unwritten aus Leipzig
http://www.unwritten-future.org/